Dornheims Geschichte

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Dornheims Geschichte von Anfang bis Heute


Erste Funde von 10000 v. Chr. lassen darauf schließen, das im Dornheimer Gebiet Nomadische Jäger und Sammler unterwegs waren.
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Mit dem Beginn der Jungsteinzeit gibt es gesicherte Funde von etwa 3000 v. Chr. die zeigen, das es schon sesshafte Ackerbauern gab. Sie bearbeiteten Horn und Stein, Zeugnisse sind z.B. Setz und Schuhleistenkeile (wegen der Form) sie wurden zum Pflügen verwendet. Zwei dieser Pflugspitzen fand man im Ortskern.




Feuersteinklinge (Messer) 10000 v. Chr.  / Setz und Schuhleistenkeil (Pflugspitze)


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Aus der Bronzezeit sind in der Gemarkung Dornheim Grabhügel zu finden. Sie enthielten Schwerter und Keramik als Grabbeigaben.
Aus der Latenezeit fand man Siedlungsreste am alten Neckarufer. In der Nähe wurde ein Bestattungsplatz gefunden, in einem Garten in der Mainzer Landstr. fand man 11 Bestückte Urnengräber.
Der Schwarze Berg ist die höchste Erhebung in Dornheim. Eine Hinterlassenschaft des alten Neckarbettes, das hier Dornheim im Süden und Osten begrenzte. Dieser Ort ist Hochwasser geschützt, deshalb haben wahrscheinlich dort die Römer ca. 50 - 250 n. Chr. eine Straßenstation unterhalten wie Funde beweisen. Die Straße die daran vorbeiführt verbindet die Kastelle Gernsheim und Groß-Gerau.


Römische Henkelkannen mit Topf 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. gefunden am Schwarzen Berg. Auch fand man Teile vom bemalten Wandputz, Holzziegel, Fußbodenplatten, Keramik und Münzen aus der Zeit 69 n. Chr. bis 117 n. Chr.


Am Schwarzen Berg fand man einen Säulenschaft dem Trägerfragment eines Meilensteins. Funde gab es auch in der Nähe des Riedhäuser Hofes. Dort waren es Römische Münze des Kaiser Augustus und eine Handmühle aus Eifeltuff, ein Material, das die Römer gerne als Mühlstein verwendet haben. Es wird angenommen, dass der Riedhäuser Hof zu Römischen Zeiten eine Villa Rustica war, ein Bauernhof, der die Kastelle in Gernsheim und Groß-Gerau versorgte.




Im Heißfeldwald westlich der Bahnlinie fand man Römische Brandgräber. Das Gerauer Land gehörte ab 90 n. Chr. zur Obergermanischen Provinz. Fortgesetzte Alemannenangriffe seit 213 n. Chr. zwangen die Römer ihre Truppen an die Rheinlinien zurückzunehmen. Ab 300 n. Chr. fassten die Alemannen hier Fuß, wie Skelettgräber und Pferdebestattungen beweisen.
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Ab 496 sind die Franken in unser Land gekommen, auch zu hören am Namen des Ortes mit der Endung heim. Dornheim ist eine nach Straßen und Wasserläufen orientierte Siedlung. Der Ort war nach Gräberfunden schon im 6. Jhr. bereits bewohnt, denn in den Gräbern der Männer waren die Waffen beigelegt und bei den Frauen, der Schmuck. Diese Bestattung war im 6. - 7. Jhr. üblich.


Erste Urkundliche Erwähnung von Dornheim gibt es aus dem Jahr779 n. Chr. von den Mönchen des Klosters Lorsch, unter dem Namen Thornheim.
Es gab auch in den Jahre 1125 - 1253 Dornheimer Adelige, wie z.B. Dietherich de Dornheim oder Heinrich von Dornheim um nur den erst und letzt erwähnten zu nennen.


Der Hof Riedhausen wird 1159 erstmals erwähnt.


1191 schenkt Erzbischof Konrad I zu Mainz dem Nonnenkloster Retters im Taunus u. a. die Kirche zu Dornheim.


Um 1200 wird Dornheim Pfarrdorf und blieb es noch Jahrhunderte.


1221 erneuerte Erzbischof Sifrid die Schenkung und das mit ihm übertragene Patronatsrecht. Der Klosterhof zu Dornheim lag zwischen dem Hof Hayna und dem Forst.
1250 kam der Riedhäuser Hof zu Zisterzienser Kloster Eberbach, die ebenfalls den Hof Hayna und Bensheim besaßen. Durch die Übernahme des Riedhäuser Hofes wurden die Mönche Nachbarn von Dornheim und pachteten den Gassenweg oder Ridscherweg, der den Riedhof und Dornheim verband. Die Pacht betrug Jährlich 14 Gulden und 30 Albus, und Jährlich auf den dritten Pfingstfeiertag fallend einen Imbiss genannt die Füllimbs. Der Name entstand, da Riedhausen seine Gänse und zwei Füllen auf die Dornheimer Weide treiben durfte.




Am 13. 3. 1249 verpfändete König Wilhelm Dornheim und andere Orte an den seinem Rat Graf Diether von Katzenelnbogen für 400 Mark.


König Wilhelm verspricht seinem Rat Graf Diether von Katzenelnbogen 700 Mark dafür, dass dieser der römischen Kirche und ihm gegen den ehemaligen Kaiser Friedrich und dessen Sohn Konrad und jedermann dienen und helfen will. 300 Mark wird er ihm von den Geldern zahlen, die er vom Papst erwartet, während er ihm für die restlichen 400 Mark die kaiserlichen Dörfer Trebur, Geinsheim (Gersse), Wasserbiblos (Biblüt), Krumstadt und Dornheim verpfändet






1429 kam Dornheim vom Cent Gerau zum Cent zum hohen Galgen.


Im Jahre 1479 fällt im Erbgang die Obergrafschaft an die Landgrafen von Hessen.




Das älteste Gerichtssiegel aus Dornheim ist um 1547 entstanden, daraus hat sich dann das Wappen von Dornheim entwickelt.


1583 war die erste Nennung einer Schule in Dornheim.
Die evangelische Kirche St. Michael wurde 1597 geweiht.
Der 30 Jährige Krieg beutelt das Dorf sehr, 1622 verwüstete der Mansfeldsche Einfall im Ried auch Dornheim. In den Jahren danach wiederholten sich Plünderungen und Brandschatzungen mehrmals. Dornheim hatte mit Krankheiten und Armut zu kämpfen.
Nach 1800 gab es eine Schnapsbrennerei in Dornheim, ebenfalls gab es eine Käserei. Eine Gemeinde - Bäckerei und Bierbrauer werden erwähnt. Im Ort gab es auch Gastwirtschaften wie z.B. das Gasthaus Grimm mit Pferdestation, das Alte Brauhaus Lerch oder das Gasthaus zur Sonne.






Postkartenansicht


1810 wurde der Neubau der Kirche St. Michael eingeweiht mit erster Kirchweih.
Um Waren in die nächst größeren Städte zu bringen, musste man diese mit Pferdewagen und Fuhrleuten befördern.








Eine Bekanntmachung aus dem Jahre 1845












Im Jahr 1879 genauer am 24.11.1879 erfolgte der Anschluss an die Riedbahn von Frankfurt nach Mannheim. Am Anfang konnte noch kein regelmäßiger Zugverkehr gewährleistet werden. Obwohl Dornheim einen festen, wenn auch aus Holz gebauten Bahnhof hatte. Doch die Lobby der Zugfahrer wurde immer größer, denn die Pendler, die es auch heute noch gibt, hatten mit der Zugverbindung eine Möglichkeit nicht so lange von Ihren Familien getrennt zu sein.




Der Dornheimer Bahnhof heute.




1880 wurde die erste Straßenbeleuchtung, die notwendig geworden war installiert. Denn der Bahnhof lag außerhalb des Dorfes und man kannte damals nur innerhalb des Dorfes gepflasterte Wege. Die Beleuchtung bestand aus Petroleumlampen.


Durch den Anschluss an die Riedbahn, ließen sich auch Berufszweige, wie Steinhauer und andere hier nieder.


Es gab auch eine Dampfmolkerei, sie war eine der ersten in Hessen. Dort wurden die gängigsten Molkereiprodukte gewonnen.


Zum Jahreswechsel 1882 / 1883 kam die Überschwemmung. Im Jahr 1882 gab es Stürme und Regen aber Dornheim blieb fast verschont. Bis es im November anfing zu Schneien und die Bäche und Flüsse anschwollen. Der Damm brach am Silvesterabend und überflutete von 1477 ha 1130 ha.


1884 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.


1888 wurde die Schule in der Ortsmitte eingeweiht, damals noch mit Rathaus und Gemeindebüro.


1907 kam die Elektrizität nach Dornheim.


1910 wurde Kirchenjubiläum in Dornheim gefeiert. Zu diesem Anlass bekam die Gemeinde eine Kleinkinder Schule und die Ev. Frauenhilfe wurde gegründet.


Der 1. Weltkrieg zog über das Land und forderte Opfer, Dorfbewohner, die als Soldaten in den Krieg zogen.


1915 gab es die erste Elektrische Teigmaschine im Ort.


1936 wurde ein Arbeitsdienstlager auf dem Schwarzen Berg errichtet, die Dienstverpflichteten waren vorwiegend in den Landwirtschaftlichen Betrieben im Einsatz.


1937 wurde das jetzige Rathaus eingeweiht.


Der 2. Weltkrieg war schlimmer für die Bewohner Dornheims, denn es gab auch Opfer und Schäden an den Gebäuden. Am 12.12.1944 wurde bei einem Bombenangriff das Rathaus teilweise zerstört und die Kirche St. Michael brannte völlig aus.
Die Bewohner Dornheims gaben aber nicht auf, sie versuchten daraus das Beste zu machen. 1945/46 fanden Vertriebene aus den Ostgebieten in Dornheim eine neue Heimat. Alle packten an und Dornheim wurde zu dem, was es heute ist.


1951 Begegnung von 3 Jungen mit dem späteren Präsidenten der USA.


1954 wurde das Kirchenschiff von St. Michael wieder aufgebaut auf die bestehenden Grundmauern. Der Turm folgte ein paar Jahre später.


Seit 1968 gibt es in Dornheim nach 450 Jahren wieder eine Katholische Kirche.


1971 kam es zu einem Zwischenfall auf dem Abstellgleis des Dornheimer Bahnhofs mit Salpetersäure.


Am 1.1.1977 war es soweit, Dornheim wurde Eingemeindet und ein Stadtteil von Groß-Gerau.


1979 feierten die Bewohner Dornheims Ihre 1200 Jahrfeier 779 - 1979


2005 feierte die evangelische Kirchengemeinde 195 Jahre Neubau der Kirche St. Michael, 95 Jahre Kleinkinder Schule, 40 Jahre Kindergarten und 5 Jahre Eichler Orgel.


Die alte Kinderschule


Zeitungsartikel über eine Ausstellung von 1969 über die Geschichte von Dornheim
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