Güter der Gemarkung

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Güter in Dornheim




In der Dornheimer Gemarkung und auch im Ort selber gab es früher Bäuerliche Güter. Die bekanntesten sind das Nonnengut und der Riedhäuserhof. Der Graf Gerhard von Nürings hatte in Dornheim Besitztümer. Vor 1159 verkaufte und tauschte der Graf seinen Besitz Riedhausen an das Stift Ilbenstadt. Den anderen Besitz gab er als Schenkung an das Kloster Retters im Taunus, zum Seelenheil seiner Eltern. Dieser Besitz wurde das Nonnengut genannt. 1179 erhält das Kloster Retters das Patronatsrecht der Kirche.


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Der Riedhäuserhof
Der Riedhäuserhof in der Gemarkung Dornheim der zur Kirche Leeheims gehörig war, wurde bereits 1159 Urkundlich erwähnt. Der Erzbischof Arnold zu Mainz bestätigte den Verkauf von Riedhausen durch den  Grafen von Nürings die Abtei Ilbenstadt.


Das Gut war wie viele Güter zur damaligen Zeit Krongut der Karolinger und als Lehen an die Grafen gekommen.


Am 29. Januar1166 wurde durch Kaiser Friedrich I, die Übergabe an das Kloster Ilbenstadt bestätigt. 1250 verkaufte das Kloster Ilbenstadt den Riedhäuserhof an das Kloster Eberbach. Damit besaß das Kloster 3 Höfe im Ried. Die Grafen von Dornheim und die Herren von Wolfskehlen besaßen ebenfalls Rechte an Riedhausen. Das Recht des Zehnten übernahm im 16. Jahrhundert die Landgräfliche Herrschaft.


In der Geschichte des Hofes gibt es die Verpflichtung einen Beschälhengst auf den Klösterlichen Weiden zu halten. 1715 wird daraus eine Deckstation des Hessischen Landes Gestütes. Dieses Gestüt befand sich ab 1720 im Ortskern von Dornheim, Heute steht dort das Feuerwehrhaus. In einer Urkunde von 1715 wird festgehalten dass die Dornheimer keine Kosten für das Decken ihrer Tiere zu entrichten hatten.


Der Riedhäuserhof wurde bekannt auch wegen der Füllimbs, durch seinen Imbiss. Die Mönche des Klosters hatten Weiden und einen Weg gepachtet von den Dornheimer Bürgern und zu der Pacht musste einmal im Jahr, am Pfingstmontag eine Mahlzeit ausgerichtet werden. Zu dieser kamen dann die Schultheißen und Schullehrer auf den Hof. Leider war das nicht immer eine friedliche Veranstaltung. Am 1.Juli 1698 kam es zu einem Vergleich, der darauf hinaus lief so das dass Kloster Eberbach, den Dornheimern jährlich einen Betrag bezahlen musste für den Imbiss. Somit gab er keine Füllimbs mehr.
In Dornheim gibt seit 1988 wieder so einen Imbiss, zwischenzeitlich müssen die Leute alles selbst bezahlen, aber Tradition lebt.


Es ist nicht überliefert wie lange der Riedhäuserhof von den Mönchen bewirtschaftet wurde. Man kann sich nur auf Verträge die sich auf Verpachtungen beziehen verlassen. Durch den Luneviller Frieden gelangte der Riedhäuserhof in den Besitz des Hessischen Staates.


In den Gemeinde Akten gibt es einen Leihbrief über den Riedhäuserhof vom 11. April 1849 über die Verpachtung, es werden 44 Dornheimer angeben die den Riedhäuserhof zusammen als Pächter bewirtschafteten.
1937/38 wurde der Riedhäuserhof mit 280 Morgen Land an Daniel Edler übereignet. 1965 an die Familie Schmidt verkauft. Seit 2007 gibt es wieder einen neuen Besitzer.
Mehr zum Riedhäuserhof vom Heimat und Geschichtsverein Leeheim
Leeheimer Blätter Der Riedhäuserhof


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Das Wappen des Klosters Eberbach am Riedhäuserhof


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Luftbild Riedhäuserhof


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Ansicht Riedhäuserhof






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Der Monistenhof
Der Monistenhof wurde 1820 in der Heißfeldstr. durch das Hospital Darmstadt gebaut. Verwalter war der Fürstliche Rat Hofmann und gehörte mit seiner Familien den Monisten (Freidenker) an. Zum Monistenhof gehörten 500 Morgen Land das früher zum Nonnengut gehörte. Der Hof erstreckte sich von der Heißfeldstr. bis zur heutigen Mainzer-Landstr. Dort war auch eine Schnapsbrennerei. Durch mancherlei Umstände kam es 1833 zum Konkurs. Am 14 November 1833 kam es zur Zwangsversteigerung.




Anzeige im Groß-Gerauer Wochenblatt:


Donnerstag den 14 November 1833, Nachmittags um 4 Uhr werden, in der zu Rath. Hofmannschen Konkursmasse gehörigen Hofreite zu Dornheim das nach daselbst vorhandenen Vieh als 5 Pferde, 1 paar Ochsen und 2 Kühe bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich versteigert werden.
Darmstadt, den 1. November 1833
Der Massen Kurator Darmstädter





Die Gebäude wurden gekauft und abgebrochen. Die Abbruch Materialien wurden verkauft, daraus entstanden wieder neue Häuser. Vom Monistenhof steht heute noch das Brennhaus ist aber nicht mehr zu erkennen, es ist ein ganz normales Wohnhaus.


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Das Schaafsches Gut
Es war das kleinste Gut in Dornheim, es hatte nur 11 Morgen. Nach den Nachforschungen des Heimatforschers Heinrich Feldmann war das Wohnhaus des Gutes, das Haus des Landwirts Georg Volz, in der Rheinstr. 25.
1753 wurde das Gut an den Landgrafen Ludwig verkauft. 1785 wurde das Gut vom Fiskus an die Landwirte in Dornheim verkauft. Die letzten Besitzer des Gutes waren die Erben von Joh. Heinrich Schaaf.


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Das Gräbenguth
Der Name soll laut einer Mitteilung des Staatsarchivs, die Joh. Heinrich Feldmann II in seinem Aufsatz über Bäuerliche Güter von 1950 erwähnte, auf ein altes Gut in Erbleihe von den Grafen von Katzenelenbogen zurückgehen. Das Gräbenguth hatte 110 ½ Morgen, das geht aus Akten von 1740 bis 1751 hervor.
Das Land war in acht Briefen (Leihurkunden aufgeteilt). Im 18. Jahrhundert war das Land in 20 Stämme unterteilt. Jeder Stamm hatte 4 ½ Morgen, insgesamt waren 42 Teilnehmer in Besitz des Gutes. Es muss nur eine Abgabe von insgesamt 68 Malter Korn nach Darmstadt entrichtet werden. Die Dornheimer lieferten 68 Malter nach Oppenheimer Maß ab, was 64 Malter in Mainzer Maß ergab. Auch sahen die Dornheimer das Land als Ihr Eigentum an, das Abgabepflichtig war. Deshalb wurde auch schon mal eine Teilveräußerung oder eine Bebauung vorgenommen, besonders die im Ort gelegenen Grundstücke. Als man die Eigentumsrechte klären wollte stellte man fest das Urkunden vor 1562 nicht mehr vorhanden waren. Deshalb belegte der Fiskus die Bauern mit Abgaben, als Pacht. Da es keine Nachweise gab, wer Eigentümer war blieb alles so wie es war. Die Bauern bekamen das Land zugesprochen und mussten keine Abgaben wehr entrichten.


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Das Pfarrgut
1794 hatte das Pfarrgut 21 Morgen und das Kirchgut 73 Morgen. Da die Pfarrer bis 1850, im zweiten Beruf Landwirte waren, versorgten sie das Land mit ihrem eigenen zusammen. Dass es den Pfarrern einigermaßen gut ging, kann man an einer Liste von Dingen die 1850 Versteigert wurden, sehen.
Kreisblatt Referat vom 10. April 1850:


Zur Versteigerung kommen


3 Pferde
3 Kühe
1 trächtiges Schwein und drei Läuflingsschweine
16 Hühner
Dazu kamen Wagen und andere Gegenstände.
Kartoffeln, Korn, Gerste Hafer
Zusammen circa 20 bis 30 Wagen.



Aus dieser Versteigerung ist zu entnehmen, dass de Pfarrer eine annehmbare Landwirtschaft führte.


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Freigut Chelius
Georg Daniel Chelius war Pfarrer während des 30 Jährigen Krieges. Er legte auch 1639 das Kirchenbuch an. Chelius Nachfahren waren von 1675 bis 1780 Oberschultheiß in Dornheim. Da die Pfarrer bis 1850 auch noch Landwirte waren, war die Pfarrhofreite landwirtschaftlich eingerichtet. Chelius erwarb noch weitere Grundstücke. Er besaß auch eine Ölmühle. 1797 wurde nachdem Anselm Nikolaus Philipp Chelius im alter von 67 Jahren starb, wurde Karl Wilhelm Fehr Großherzoglicher Münzmeister als Nachfolger erwähnt.


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Das Fehrsche Gut
Das Fehrsche Gut reichte von der Bahnhofstrasse bis zur Tuchbleiche. Karl Wilhelm Fehr kannte sich mit Münzen aus, in der Landwirtschaft war er nicht ganz so erfolgreich. 1841 wurden von Herrn Fehr Tiere und Landwirtschaftliche Gräte versteigert. Die Gebäude des Gutes, zudem das Landschreiberhaus und das Brennhaus gehörte wurden 1844 versteigert. Die Gemeinde kaufte das Gelände. Das Brennhaus wurde 1845 zum Rathaus und zur Rathausschule umgebaut. Das Landschreiberhaus diente als Lehrer Wohnung.
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