Wie hießen die Straßen in Dornheim früher oder wie wurden die Maße und Gewichte füher bezeichnet. Welche Währung gab es. Auf dieser Seite versuche ich solche Dinge aufzuzeigen. Es gab in der Gemarkung Dornheim auch Wüstung oder andere Interessante Dinge, hier sollen diese erwähnt werden
Die Alten Namen unserer Straßen in Dornheim Früher hießen unsere Straßen in Dornheim nach Flurnamen oder nach Namen, hier eine Übersicht über die wichtigsten Straßennamen damals und heute.
Dölßer End heute Bahnhofstrasse Dahlers End heute Rheinstrasse Stollgasse heute Mainzer-Landstrasse Brückgasse heute Gernsheimerstrasse Weygandt Gasse heute Kirchgasse
Wüstungen gab es auch in der Gemarkung Dornheim. Da war einmal ein Ort der Himmenhausen oder Immenhausen genannt wurde. Er lag unweit des Riedhäuserhofs, aber es ist nicht bekannt ob es eine Siedlung oder nur ein Hof war. Es gibt nur eine urkundliche Erwähnung von 1159. Die Bestätigung von Erzbischof Arnold von Mainz, über den Verkauf des Riedhäuserhofes und Himmenhausen durch den Grafen von Nürings an das Kloster Ilbenstadt.
Leider gibt es keine Aufzeichnungen über die Wüstwerdung Himmenhausens.
Im Buch " Lebendige Heimat" von 1957 steht: Der Flurname „Immenhuß" in der Gemarkung Wallerstädten, auf Himmenhausen (Trebur) und Simonhausen gebräuchlich in Dornheim weisen auf ein und dieselbe Wüstung hin. Auf das verschwundene Dorf Immenhausen das dort gelegen haben muss, wo sich die Gemarkungen Dornheim, Wallerstädten, Trebur und Geinsheim am nächsten kamen.
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Eine andere Wüstung ist unter dem Namen Otterstadt bekannt. Darüber schrieb Joh. Heinrich Feldmann im Heimatspiegel Nr. 3 / 1961, dort hatte er einen Bericht über die Hohe Brücke bei Dornheim veröffentlicht. Dort erwähnte er auch die Wüstung Otterstadt. Auch gibt es eine Beschreibung im Buch " Lebendige Heimat" von 1957. Ich habe die Beschreiben von Joh. Heinrich Feldmann hier mit verwendet.
Nach dem Anlegen des Landgrabens um 1595 gab es immer Streitereien um die Geländeverteilung der Wüstung zwischen Büttelborn und Dornheim. Diese wurden von der Landgräflichen Kanzlei beigelegt, indem um 1630 der Landgraben an die Grenze der Gemarkungen Dornheim und Büttelborn verlegt wurde. So wurde auch der Streit um die Schafweiden beigelegt. 1933 entdeckte man beim Ausheben des Landgrabens auf der Seite von Büttelborn eine Schafwaschanlage, dort wurden die Schafe vor dem Scheren gewaschen, als der Landgraben noch sauberes Wasser führte. Im Gemeindearchiv von Dornheim findet man Rechnungen über „das Köppen der Bellen" (das Ausästen der Pappeln). In alten Kellereirechnungen von Dornberg steht als Begründung zur Verlegung des Landgrabens.
Der Schütz soll auf den neuen Landbach Uffsicht halten. Der Landgraben war staatlich. Fischerei, Ufergehölz und Grasverkauf auf dem Landbachdamm in der Gemarkung Dornheim wurde vom Forstamt Dornberg gehandhabt.
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Alte Maße, Gewichte und Zahlungsmittel 1 Malter - altes Getreidemaß, etwa ein Doppelzentner Weizen = 4 Simmer 128 Liter 1 Simmer = 4 Kumpf oder = 8 Liter 1 Kumpf = 4 Gescheid = 32 Liter 1 Stück - Weinmaß = 600 Maß = 1200 Liter 1 Fuder = 6 Ohm = 960 Liter 1 Ohm = 20 Viertel = 160 Liter 1 Viertel = 4 Maß = 8 Liter 1 Zentner = 100 Pfund 1 Pfund = 32 Lot 1 Lot = ½ Unze 1 Meile - Längenmaß = 3000 Klafter 1 Klafter - 2,5 m = 10 Fuß 1 Elle - 60 cm = 24 Zoll 1 Fuß - 25 cm = 10 Zoll
Klafter war auch Flächenmaß 1 Klafter = 6,25 qm 1 Morgen = 400 Klafter
Zahlungsmittel 1 Reichstaler = 45 alb. oder 90 Kreuzer 1 Gulden = 30 alb. oder 60 Kreuzer oder 20 Groschen 1 Batzen = 2 alb. oder 4 Kreuzer 1 Albus / Weißpfennig = 2 Kreuzer 1 Kreuzer = 4 Heller oder 4 Pfennige