Urkunden - dornheim-geschichte.de

Home Dornheims Geschichte Funde in Dornheim Güter der Gemarkung Lehnsherren Der Schwarze Berg Kirche St. Michael Das Rathaus Die Schulen Urkunden 1200 Jahr Feier Ortsgeschichte Neuere Geschichte Gebäude Fachwerk Interessantes Sehenswert Hochwasser Persönlichkeiten Gasthäuser Handel und Gewerbe Werbung von Früher Dornheims Feste Dornheims Vereine Bilder Dornheim Links Quellenangaben Schriften Dornheim Gästebuch Kontakt



Urkunden


Die Schenkungsurkunde von 779, an das Kloster Lorsch die im Lorscher Codex die Ersterwähnung bezeugt.


Die Urkunde der Uoda vom 30 Juni 779.


Schenkung der Gottgeweihten Uoda, durchgeführt in Thorheim (Dornheim), im 11 Jahre Karls des Großen, unseres Gebieters, des Kaisers unter Abt Helmerich.
In Christi  Namen mache ich, Uoda, die Gottgeweihte, zum Heile meiner Seele, um der ewigen Widervergeltung willen und damit ich es verdiene, Verzeihung meiner Sünden zu erlangen, durch diese Schenkungsurkunde dem heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Leib in dem in pago rinensi (im Oberrheingau) am Flusse Wisscoz (Weschnitz) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch) ruht, eine Stiftung. Zur Übergabe gelangt mein Besitz in pago Rinahgowe  (Oberrheingau) in den Orten
Thorheim (Dornheim)
Ellimaresbach (Wüstung bei Erfelden)
Erifelden (Erfelden)
Und zwar alles, was mir in jenen Orten als mein gesetzliches Erbe von meinem Vater Theuracar und meiner Mutter Freiheida zugefallen ist, und nicht weniger das, was mir meine Schwester Fokheith mit der Auflage übergeben hat, dass ich es durch Weitergabe zu ihrem Seelenheile verwenden solle.
So übergebe und übertrage ich denn zum Seelenheile von uns allen dies alles in seiner Gesamtheit, nämlich Hofreiten, Feldern, Äckern, Wiesen, Wegen, Wäldern, Wohnhäusern, Wirtschaftsbauten und überhaupt alles, was ich rechtlich besitze.
In ähnlicher Weise übereigne ich in
Lobodingowe (im Ladengau), in Scrizzesheim
( Schriesheim a. d. Bergstrasse)
Sabsenheim ( Groß-, Hohen- und Lützelsachsen a. d. Bergstrasse)
An Weingütern alles was ich in diesen Ortschaften besitze und mir rechtlich zusteht, alles mit Wohnhäusern, Scheunen und Stallungen.
Ferner schenke ich in Wormacinse (im Wormser Gebiet)
in Dalaheim (Dalheim bei Oppenheim)
Dinenheim (Dienheim Bei Oppenheim und Oppenheim
Alle meine Hofreiten, Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Wege, Wälder, Weinberge, Wohnhäuser und Wirtschaftsbauten mit allem Zubehör, mit Wasserrechten an Teichen und Bächen, allen und in allen seinen Teilen, nicht weniger ach 30 Hörige (Leibeigene) mit folgenden Namen:
Waltdolf, Wolfmund, Atto,
Bertlint, Rathfrit, Ertman, Godelint,
Lüzela mit ihren Kindern,
Anstraad, Altlint, Sindicho, Heidolf,
Mandelint, Neriolf, Godelint und ihr Bruder Lübbrath,
Wela, Egilolf, Wolkendrut.
Waacheri mit seiner Frau Ingina und seinem Sohn Lagholf,
Mutheri, Wolfswint, und Guothere, insgesamt 30 (richtig 27).
Dies alles, was oben zusammengefasst wurde, in welchen Orten auch immer und wo sonst auch immer mein Grundbesitz liegen und mir gesetzlich zustehen mag, übergebe ich.
Ausgenommen ist allein die Habe, welche wie bekannt, Madalheit innehat und alles, was zu dieser Habe gehört. Alles andere in seiner unversehrten Gesamtheit, wie oben ausgeführt, übergebe  und übertrage ich aus meinem gesetzlichen Besitz in das Recht und unter die Herrschaft des Hl. Nazarius - und alles übrige wie oben - bis.... so soll er seine Strafe erleiden. Als solche bezahle er, unter Gewaltanwendung, durch die Königliche Kammer, an die Sachwalter jener heiligen Stätte den doppelten(heutigen) Wertbetrag, nämlich vier Goldschilling und zwei Pfund Silber - und so weiter das übrige - bis: Geschehen im Kloster Lauresham (Lorsch) am 30 Juni 779
Handzeichen der Uoda, welche diese Schenkung machte
Handzeichen der Zeugen
Germo, Ebwurd, Orendil, Graf Hatto.
Adalbert, Ruotwin, Hugbert, und anderer.




Ebenfalls eine Schenkung an das  Kloster Lorsch war der Besitz von Engilheim und der Moda, Sie waren aus dem Kreis der Fränkischen Adeligen, die es ermöglichten das Kloster Lorsch aus einem Privatkloster zu einer Wallfahrtsstätte zu machen.
Die Besitztümer von Engliheim und der Moda gingen nach der Schenkung zur Nutznießung wieder an sie zurück Die beiden wurden in der bunten Kirche (Basilika  Kloster Lorsch) bestattet.


Die Übersetzung der Urkunde von 822.


6.August 822
Schenkung des Edelmannes Engilheim und der Moda in Dornheim im 9.Regierungsjahre des ruhmreichen Kaiser Ludwig, unter Abt Adalung am 6. August.
Wann wir etwas für die Stätten der Heiligen oder Unterhalt der Armen beitragen, so dürfen wir darauf vertrauen, dass uns das ohne Zweifel in der ewigen Seligkeit wieder vergolten werde.
Und so machen wir Engilheim und meine Gattin Moda gemeinsam, zum Heile unserer Seelen, der ewigen Widervergeltung wegen und damit uns der gütige Herr für würdig erachten, uns unsere Sünden in der kommenden Zeit nachzulassen, eine Schenkung.
Sie sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Nazarius, der in dem pago rinensi (im Oberrheingau) gelegenen Kloster Lauresham (Lorsch) ruht.
Wir geben unser Eigentum im Dorf Thorheim (Dornheim), nämlich eine Herrenhofreite mit vornehmen Wohnhaus und anderen Bauwerken, welche auf der Hofreite errichtet sind.
Die Hofreite grenzt auf der einen Seite an den Grundbesitz des Hl. Bonifazius (des Klosters Fulda), auf der anderen an jenen der Hl. Petrus (Des Hochstiftes Worms), auf der dritten Seite an die Landstraße.
Wir schenken noch die Hörigenhuben, Ackerland und Wiesen, die zu der Hofreite gehören und au0erdem noch in der gleichen Gemarkung drei Rodstücke, aber auch alles Übrige, was wir an Eigentum im oben genannten Dorf besitzen und das in gegenwärtiger Zeit al unser Eigentum bekannt in nämlich Hofreiten, Ländereien, Wälder, Wiesen, Wege, Wohnhäuser, Wirtschaftsbauten und (39 Hörige mit folgenden Namen:
Othger,             Willihilt, Dietpirg,
Erlegoz, Oda, Löbbirg,
Ruoileich, Solburg, Megindruht,
Albtrud, Wenida, Suongart,
Ruotgane, Strada, Isindrut,
Heio, Odilolf Dietrat,
Zeizman, Lüdan, Guoda,
Englirat, Ruofrid, Lantswint,
Ruotbirg, Adakfrid, Seola,
Odalrat, Othger,             Sehsin,
Zeizlint, Ruothart, Witda,
Willa, Giselmar, Zuiso und
Wiccrat, Adalman, Drebi,


Nur zwei Leibeigene sind ausgenommen, nämlich Rethwin und Noggo.


Von den beweglichen Gütern findet man das oben Beschriebene bei der Schenkung des Grafen Werinher, welcher die Schenkung im gleichen Wortlaut enthält…… bis hierher: Handzeichen von Engliheim und seiner Gattin Moda, welche diese Schenkung machten.


Handzeichen der (Zeugen):
Herimann, Wicram, Einhard,
Altwin, Hugbald, Libold,
Gerhard, Walpert, Witbold,
Engliram, Willo, Hadamar und
Egliger,             Lütward, Wolfger,
Gerhart, Lütbrand,




Im Lorscher Codex wurden alle Schenkungen die an das Kloster Lorsch gingen festgehalten. Durch diese Aufzeichnungen im Größten Grundbuch sind alle Ersterwähnungen gesichtert.




------




Weitere Urkunden folgen.....


Seitenanfang